Psychotherapie


Bei seelischen Problemen gibt es keine genauen Werte wie bei den meisten körperlichen Beschwerden, bei dessen Überschreitung wir einen Arzt aufsuchen müssen. Deshalb lässt es sich schwer einordnen, wann man eine Psychotherapie beginnen sollte.

 

Aber: Wenn Sie sich diese Frage stellen, ist das ein Hinweis, dass es ein Thema gibt das Sie bzw. Ihre Seele belastet.

Wer in Psychotherapie geht übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit.

 

Wenn man eine Psychotherapie macht, ist dies ein Hinweis darauf, dass man Probleme erkennt, sich um sich kümmert und daran arbeiten will, sie zu überwinden.

 

Wichtige Voraussetzung für eine Psychotherapie ist Ihr Wunsch, etwas zu verändern, und Ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben zu beschäftigen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht: Psychotherapie kann in jedem Alter hilfreich sein.

 

Quelle: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (http://www.psychotherapie.at)

 

Falls Sie unsicher sind, ob Psychotherapie für Sie hilfreich sein kann, hat der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie auch eine Art Selbsttest veröffentlicht.


Systemische Psychotherapie


Systemische Familientherapie versteht sich als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, welches sich unter anderem aus der Familien-und Paartherapie weiterentwickelt hat. "Systemisches Denken" umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen - Biologie, Soziologie, (Sozial-) Psychologie, Biokybernetik und Systemtheorie, Kommunikations-und Erkenntnistheorien (Konstruktivismus).

 

Systemische Familientherapie fokussiert Probleme und deren Lösungen, unterstützt und fördert die eigene Handlungskompetenz zur Problembewältigung. Menschen werden als autonom betrachtet, als „Experten und Expertinnen ihrer selbst“. Eine systemische Therapeutenhaltung ist gekennzeichnet durch Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung der Person, ihrer Absichten, Werte und ihrer bisherigen Lebenserfahrungen und durch eine Unerschrockenheit gegenüber Einstellungen, Theorien, Überzeugungen und Traditionen.

 

Zu den Methoden zählen spezielle Fragetechniken (zirkuläre und konstruktive Fragen), Klärung der Klientinnen/Klientenziele, Rituale, Abschlussinterventionen, Beobachtungsaufgaben, Metaphern, Stellen von (Familien-, Lösungs-) Skulpturen, Einsatz von Beobachterteams und Teamreflexionen. Tendenziell ist systemische Familientherapie eine Kurzzeittherapie und findet Anwendung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen im klinischen und Gesundheitsbereich, in Bereichen der Supervision, der Fort- und Weiterbildung und (Organisations-) Beratung.

 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, "Patientinnen/Patienten-Information über die in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Methoden Stand vom 4.12.2014" www.bmg.gv.at

 

Systemische Familientherapie versteht sich als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, welches sich unter anderem aus der Familien-und Paartherapie weiterentwickelt hat. "Systemisches Denken" umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen - Biologie, Soziologie, (Sozial-) Psychologie, Biokybernetik und Systemtheorie, Kommunikations-und Erkenntnistheorien (Konstruktivismus).

 

Systemische Familientherapie fokussiert Probleme und deren Lösungen, unterstützt und fördert die eigene Handlungskompetenz zur Problembewältigung. Menschen werden als autonom betrachtet, als „Experten und Expertinnen ihrer selbst“. Eine systemische Therapeutenhaltung ist gekennzeichnet durch Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung der Person, ihrer Absichten, Werte und ihrer bisherigen Lebenserfahrungen und durch eine Unerschrockenheit gegenüber Einstellungen, Theorien, Überzeugungen und Traditionen.

 

Zu den Methoden zählen spezielle Fragetechniken (zirkuläre und konstruktive Fragen), Klärung der Klientinnen/Klientenziele, Rituale, Abschlussinterventionen, Beobachtungsaufgaben, Metaphern, Stellen von (Familien-, Lösungs-) Skulpturen, Einsatz von Beobachterteams und Teamreflexionen. Tendenziell ist systemische Familientherapie eine Kurzzeittherapie und findet Anwendung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen im klinischen und Gesundheitsbereich, in Bereichen der Supervision, der Fort- und Weiterbildung und (Organisations-) Beratung.

 

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, "Patientinnen/Patienten-Information über die in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Methoden Stand vom 4.12.2014" www.bmg.gv.at


Hypnotherapie nach Milton Erickson


Das Erickson´sche Unbewusste

Die klinische Hypnose nach Milton H. Erickson unterscheidet sich von einer damals traditionellen Form der Hypnose auf mehreren Ebenen. Eine der wichtigsten Unterscheidungen betrifft das Konzept des Unbewussten. Erickson definiert das sogenannte Unbewusste, anders als zu seiner Zeit üblich, als Ort der Kompetenzen und Ressourcen. Alle Fähigkeiten und alles, was je an Erfahrungen gemacht wurde, wird darin „gespeichert“ und steht als Wissen zur Verfügung.
Die Konzentration auf dieses innere Wissen und diese intuitive Klugheit, die jedem Menschen inne wohnt, kann als Grundlage seiner Arbeitsweise beschrieben werden und wird für das Finden von Lösungen genutzt. Dies wird heute nicht nur in der Klinischen Hypnose sondern auch in anderen lösungs- und ressourcenorientierten Ansätzen wie z.B. dem von Steve DeShazer, intensiv eingesetzt.

 

Energy flows where attention goes…

Milton H. Ericksons eigene Geschichte – er erkrankte im jugendlichen Alter an Polio und war über lange Zeit völlig gelähmt auch ohne die Möglichkeit zu Sprechen – war ihm diesbezüglich ein konsequenter Lehrmeister. Er begann damals seine gesamte Aufmerksamkeit auf seine Erinnerungen an körperliche Bewegungen zu fokussieren und versuchte dadurch auf einer imaginativen, ganzheitlichen Ebene das Erleben von Bewegung (wieder) herzustellen. Heute verstehen Hypnotherapeuten diese Methode als Trancearbeit. Seine Aussage dazu fasst seine Haltung gut zusammen:

 

„Die Ressourcen, die Du brauchst, findest Du in Deiner eigenen Geschichte.“

 

Unser Trancealltag

Er geht damit davon aus, dass eine sogenannte Trance kein extra spezifischer Zustand des Menschen ist, der nur im Rahmen einer therapeutischen Begegnung stattfinden kann – sondern, dass Trance ein alltägliches Phänomen ist, das auch ohne explizite Induktion auftritt. Daraus wird klar, warum Milton Erickson – obwohl der Begründer und Entwickler der modernen Hypnotherapie – nur in etwa einem Fünftel seiner therapeutischen Arbeit eine klassische Tranceinduktion anwendete.

 

Wenn wir schon einen Körper dabei haben, dann nützen wir ihn doch…

© Gunther Schmidt

Da Milton Erickson in der schlimmsten Zeit seiner Erkrankung keinen Zugang zur verbalen Sprache hatte, verfeinerte und intensivierte er seine Fähigkeiten zur nonverbaler Kommunikation und der Beobachtung feinster Signale des Körpers – in der Hypnotherapie heute bekannt als „ideomotorische Signale“, die zur Kommunikation mit dem Unbewussten und dem darin gespeicherten Wissen herangezogen werden kann.

 

Utilisation der bisherigen Muster

Mit seiner Gabe Menschen genau zu beobachten entdeckt er, dass menschliches Verhalten zumeist in Mustern abläuft und, dass die Unterbrechung derzeitiger Muster eine Veränderung einleiten kann – unabhängig davon, wie klein dieser Unterschied im Muster auch sein mag. Erickson war der Zeit damals weit voraus. Die Ergebnisse der modernen Hirnforschung bestätigen heute seine Herangehensweise in den grundlegenden Punkten als sinnvoll – und seine zum Teil wiedererlangte Mobilität ließ ihn diesen Weg auch seinen Patientinnen anbieten.
Er entwickelte daraus seinen einzigartigen, alle Angebote, Informationen und Hinweise die von den Klientinnen und Patienten in die Therapie eingebracht werden, nutzenden Ansatz. Heute kennen wir diese Herangehensweise auch unter dem Begriff der Utilisation.

 

Einladen zu neugierigen Blicken auf Lösungen

Dabei hat die therapeutische Beziehung einen sehr hohen Stellenwert. Er begegnet Menschen mit einer neugierigen Haltung gegenüber ihren individuellen Werthaltungen, Sichtweisen und Glaubensätzen und versucht dadurch ihr Verhalten, ihr Denken und Erleben zu verstehen – für diese Vorgehensweise wurde von Richard Bandler und John Grinder, den Begründern des NLP, der Begriff Pacing etabliert – um dann in einem weiteren Schritt diese zu erweitern und zu neuen Denk- und Erlebnisweisen einzuladen – heute auch bekannt unter dem Begriff Reframing.

 

Auf gleicher Augenhöhe

Auch hier war Erickson seiner Zeit weit voraus – er sah die Beziehung zwischen Patient und Therapeutin als Begegnung zweier gleich wertvollen und gleich gestellten Individuen und damit die therapeutische Beziehung als einen Kontext für Entwicklung und Entfaltung und weniger als ein hierarchisch anmutendes Lernfeld, wo es einen wissenden Lehrer und eine unwissende Patientin gibt.
Er nimmt damit viele Jahre Forschung vorweg und hält sich konsequent an seine Prämisse, dass er günstige Veränderungen nicht direkt „suggerieren“ kann, sondern, dass die Integration neuer Ideen aimmer einen autonomen Prozess der Patienten darstellt. Heute wird dies in der Autopoiese Forschung hinlänglich beschrieben.

 

Erickson der Individualist

Erickson hat sich immer dagegen verwehrt die von ihm entwickelten Methoden und Ideen in eine eigene Therapieschule zu integrieren, da er der Ansicht war, dass dies der Einzigartigkeit des einzelnen Menschen niemals gerecht werden könne.
Das Zitat aus dem Jahr 1979 unterstreicht diese Haltung.
„Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, dass sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, dass er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt.“
So können auch heute mit gleichbleibendem und sogar noch steigendem Interesse – ganz in Abstimmung mit den unterschiedlichen Therapieschulen und der Einzigartigkeit von behandelnden Therapeuten und Klientinnen – die Ideen der Erickson´schen Hypnotherapie im Sinne der Ziele der Menschen angewandt werden.

 

Erickson´s Ideen – Copyright?

Die Erickson´sche Hypnotherapie stellt bis heute die Grundlagen einiger anderer Therapie- und Behandlungskonzepte dar. Wir finden seine Ideen z.B. in der systemischen Psychotherapie, im NLP (neurolinguistisches Programmieren) und auch im Focusing. Wie oben schon erwähnt, erleben wir heute vor allem im Bereich der systemischen Psychotherapie die Verknüpfung mit der Erickson´schen Hypnotherapie als gelungene gegenseitige Befruchtung.
Die Weiterentwicklungen in den Bereichen der Systemtheorie oder auch Kybernetik zeigen auf, dass die Ideen Ericksons, erweitert durch diese systemischen Blickwinkel, noch sinnbringender und zieldienlicher wirksam werden können. Wir verdanken Gunther Schmidt diese Integration, die er bis heute stetig und sehr konsequent weiterentwickelt.

 

Gunther Schmidt als kreativer und kritischer Schüler Ericksons

In Anlehnung an Gunther Schmidt unterscheidet sich der von uns hier am Hypno-Synstitut – Wien vertretenden Ansatz von der Grundhaltung Ericksons in einem wichtigen Bereich.
Wie schon oben beschrieben, definiert Erickson das Unbewusste als unendliche Wissensquelle gefüllt mit Erfahrungen und Kompetenzen. Den bewussten Verstand, das rationale Denken, die sogenannte Vernunft jedoch sieht er als Hindernisse um Zugang zu all diesem Wissen zu bekommen.
Dies spiegelt sich in einigen seiner Interventionen wider wie z.B. der Konfusionstechnik, in manchen Bereichen seiner indirekten Kommunikation, der tiefen Trancearbeit,…
So sinnvoll dies zu Ericksons Zeit auch gewesen sein mag, aus unserer, am Hypno-Synstitut – Wien vertretenen Sichtweise, achtet dies jedoch den Menschen nicht in seiner Vielfältigkeit und bewertet rationale Prozesse niedriger und weniger sinnvoll als unbewusste und unwillkürliche Prozesse.
Aus einer systemischen, allparteilichen Perspektive werden dadurch wichtige Anteile des Menschen

ausgegrenzt und nicht wertschätzend integriert.

 

Die hypnosystemische Haltung

Dies bedeutet nicht, dass einige Interventionen Ericksons den Menschen nicht angeboten werden können oder dürfen – ganz im Gegenteil, dies bedeutet lediglich, dass die dahinterstehende therapeutische Haltung sicherstellen muss, den Menschen transparent darüber aufzuklären, welcher Schritt wann, wie und wofür in einer therapeutischen Arbeit gerade gesetzt wird und ein „Nein“ nicht als sogenannter Widerstand interpretiert wird, sondern als Kompetenz des Menschen auf seine – vielleicht noch nicht klar verstehbaren aber deutlichen spürbaren Anliegen – aufmerksam zu machen.
In diesem Denken gibt es keine „richtige“ Intervention, Methode, Hypothese, Denkweise, Glaubenshaltung, – die Richtigkeit und Stimmigkeit all dieser Phänomene ist immer nur im Austausch mit dem Klienten und seinem Erleben ganz individuell möglich.
In konsequenter Anwendung dieser Prämissen entwickelt sich eine Haltung der Wertschätzung aller individuellen inneren Anteile sowohl den Patienten und Klientinnen aber auch sich selbst als Therapeutin oder Berater gegenüber, unabhängig davon, ob diese sich aus dem bewussten Denken oder dem unbewusster Erleben heraus zeigen.

 

As time goes by…

Gunther Schmidt hat diese sinnvolle Integration systemischer und hypnotherapeutischer Ideen zu einem heute auch durch die Ergebnisse der modernen Gehirnforschung unterstützen hypnosystemischen Konzept entwickelt, welches nicht nur in therapeutischen Kontexten sondern auch in Bereichen der Organisations- und Teamentwicklung, Supervision und Coaching immer mehr zur Anwendung kommt.

Text zit. nach Frau Mag. Martina Gross - Hypno-Synstitut

http://hypno-synstitut.at/methode-die-klinische-hypnose-nach-milton-erickson/